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Aufstockung und Anbau in Modulbauweise

Pacarada Modular Building Systems, Kelkheim (Taunus) · Stand: September 2026

Eine Aufstockung schafft neuen Wohn- oder Nutzraum ohne zusätzliches Grundstück. Modulbau eignet sich dafür besonders gut: Die Bauteile werden im Werk vorgefertigt, die Arbeiten am bestehenden Gebäude sind schneller abgeschlossen, und die vergleichsweise leichte Bauweise mit Stahl oder Holz kommt der vorhandenen Tragstruktur entgegen.

Warum Aufstockungen gefragt sind

In Städten ist Bauland knapp. Auf vielen Bestandsgebäuden, ob Wohnhaus, Bürogebäude, Supermarkt oder Parkhaus, lassen sich zusätzliche Geschosse errichten. Straßen, Leitungen und oft auch Treppenhäuser sind bereits vorhanden und werden mitgenutzt. Es wird kein zusätzlicher Boden versiegelt.

Was für Modulbau auf dem Dach spricht

  • Kurze Bauzeit am Gebäude: Die Module entstehen im Werk, während das Dach vorbereitet wird. Die Montage auf dem Bestand dauert dadurch nur kurz, Bewohner und Mieter sind weniger lange betroffen.
  • Geringes Gewicht: Stahl- und Holzmodule sind leichter als eine massive Bauweise mit Beton und Mauerwerk. Das erhöht die Chance, dass der Bestand die zusätzlichen Geschosse tragen kann.
  • Trockene Bauweise: Geschraubt und gesteckt statt betoniert und gemauert. Es wird kaum mit Nassbaustoffen gearbeitet.
  • Anpassung an den Bestand: Beim Pacarada System lassen sich Stützen und Träger (1D), Wand- und Deckenelemente (2D) und Raummodule (3D) kombinieren. So kann die neue Struktur dem Raster des bestehenden Gebäudes folgen.
  • Treppen, Aufzüge, Fassade: Das System umfasst auch Treppen- und Aufzugsmodule, Fassaden und Dächer.

Was vorher geprüft werden muss

Jede Aufstockung beginnt mit einer Prüfung des Bestands. Kann die Tragstruktur samt Fundamenten die zusätzliche Last aufnehmen? Ändert sich die Gebäudeklasse und damit die Anforderungen an Brandschutz und Rettungswege? Reichen Treppenhaus, Aufzug und Haustechnik aus? Hinzu kommen die Vorgaben aus Bebauungsplan und Abstandsflächenrecht. Diese Fragen klären Tragwerksplaner, Architekt und Bauaufsicht, bevor die Fertigung beginnt.

Beispiele aus unseren Projekten

Darmstadt, Holzhofallee 36: Ein leerstehendes Bürogebäude wurde zu 197 Wohneinheiten umgebaut, mit Badmodulen im Bestand, einem Anbau und einer Aufstockung. Die Bauzeit betrug 18 Monate und war damit 44 % schneller als bei konventioneller Bauweise; das Gebäude erreicht den KfW-55-Standard.

Liederbach am Taunus, Höchster Straße 1C: Über einem sanierten Supermarkt entstanden 30 Wohnungen aus 33 Modulen. Stützen und Träger, Wand- und Deckenelemente und Raummodule wurden dabei in einem Gebäude kombiniert. Einkaufen unten, Wohnen darüber: So wird eine vorhandene Fläche doppelt genutzt.

Häufige Fragen

Wie viele Geschosse kann man aufstocken?

Das hängt von der Tragfähigkeit des Bestands, vom Baurecht und vom Brandschutz ab. Eine verlässliche Antwort gibt die statische Prüfung des Gebäudes. Das Pacarada Modulbausystem selbst ist für Gebäude von 1 bis 50 Geschossen ausgelegt.

Können Bewohner während einer Aufstockung im Gebäude bleiben?

Das hängt vom Projekt ab, vor allem von den Arbeiten an Dach, Treppenhaus und Haustechnik. Weil die Module im Werk vorgefertigt werden, ist die Bauzeit am bewohnten Gebäude in der Regel kürzer als bei konventioneller Bauweise.

Braucht eine Aufstockung eine Baugenehmigung?

In der Regel ja. Welche Unterlagen nötig sind, regelt die Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes. Planen Sie die Genehmigung früh ein, am besten parallel zur statischen Prüfung des Bestands.

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